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Folienanalyse

Das Folienanalysegerät misst den Härteverlauf, Kondensationsgrad und die Aushärtungscharakteristik von Reaktionsharzen. Es ermöglicht die präzise Analyse von imprägnierten Papieren, Geweben, Vliesen, Leimen, Lacken und Harzsystemen unter realen Prozessbedingungen.

Durch die automatische Erfassung der Härte-Zeit-Kurve gewinnen Anwender maximale Prozesssicherheit, reduzieren Ausschuss und senken Produktionskosten nachhaltig

Ob Wareneingangskontrolle, Produktionsüberwachung oder Entwicklung – das Folienanalysegerät liefert verlässliche Daten für gleichbleibend hohe Qualität und eine wirtschaftlich optimierte Weiterverarbeitung.

Anwendung bei der Beschichtung von Holzwerkstoffen

Bei der Kaschierung von verschiedenen Materialien werden in einem sehr weiten Bereich imprägnierte Papierbahnen, Gewebe usw. verwendet. Diese Beschichtungsmaterialien werden bei der Nassimprägnierung getrocknet.

Die verschiedenen Harzkomponenten werden durch die Trocknung in einen sogenannten B-Zustand gebracht. Dieser Zustand ist notwendig für eine Lagerstabilität bis zur Weiterverarbeitung.

Bei der Weiterverarbeitung zu Platten, Formteilen, Bändern, Rollenware usw. wird das Zwischenfabrikat vom „B“ in den endgültigen „C“-Zustand gebracht, d.h. es wird ein irreversibler Zustand der Harzkomponente erreicht.

Das Zwischen-Material „getränkte Folien“ wird im Wesentlichen mit folgenden Charakteristiken beurteilt:

  • Flächengewicht
  • Harzauftrag in %
  • Flüchtige Bestandteile in %
  • Flusswerte in %

Die weiteren Eigenschaften werden im Wesentlichen am Fertigprodukt beurteilt, z.B.:

  • Festigkeiten
  • Härte
  • Flexibilität
  • Rissbeständigkeit
  • Abriebfestigkeit
  • Geschlossenheit der Oberfläche
  • Glanzgrad
  • Transparenz usw.

Es gibt bisher die große Unbekannte „Kondensationsgrad“ und „Härtegeschwindigkeit“ sowie die „Härtungscharakteristik“ zwischen dem
B- und C- Zustand. Nur das Folienanalysegerät ist geeignet, diese von vielen Faktoren abhängigen Charakteristiken zu messen und zu analysieren.

Die Hauptschwierigkeiten bei einer Duplexverarbeitung, d.h. wenn mehrere Schichten miteinander verpresst werden und unterschiedliche Charakteristiken der einzelnen Lagen auftreten. Das führt zu nicht geschlossenen Oberflächen (porös), Spalten im System, abweichenden technischen Werten durch Über- oder Unterhärtung usw.

Herr Jörg Golombek, ehemaliger Leiter der Forschung und Entwicklung bei der Firma WERZALIT, hat eine Methode entwickelt, um diese oben beschriebenen Charakteristiken, im Bereich zwischen B- und C-Zustand messbar und über die automatische Erfassung der Härtecharakteristik als Kurve, im Koordinatensystem Härte / Zeit darzustellen.

Die praktischen Erfahrungen über 30 Jahre haben eine Fülle von Erkenntnissen gebracht, dies sowohl bei der Herstellung von Imprägnierharzen, Additiven, der getränkten Papiere als auch bei der Wareneingangskontrolle und Weiterverarbeitung.

Bei konsequenter Anwendung der Methode zwischen Harzhersteller, Tränker und Verarbeiter ergibt sich somit eine wesentliche Verminderung der Produktionsrisiken und Produktionskosten durch Senkung der Ausschussraten und Sicherung der Qualitätsansprüche.

Video der Messung

Sehen Sie hier den vollautomatisierten Ablauf einer Messung. Das Folienanalysegerät ermittelt den Härteverlauf und die Aushärtungscharakteristik von Reaktionsharzen.

Durch die automatische Datenerfassung gewinnen Anwender maximale Prozesssicherheit, reduzieren Ausschuss und senken Produktionskosten nachhaltig.

Weitere Anwendungen des Folienanalysegeräts für „Reaktivitätsmessungen“

Reaktivität und Aushärtungscharakteristik von Leimflotten, z.B. zur Herstellung von Spanplatten, Spanholzformteilen und Sperrholz.

Mit dem Folienanalysegerät ist es möglich Veränderungen der Leimflotte
vor der Verarbeitung und besonders während der Aushärtung unter Pressbedingungen zu analysieren.

  • Was passiert im Decklagenbereich bei Presstemperatur?
  • Wie schnell ist die Reaktion im Kernbereich (Mittellage) wo nur Temperaturen von ca. 105 °C – 120 °C (bei Schichtholz < 100 °C ) erreicht werden können?
  • Welcher Härter erreicht die längste Topfzeit bei max. Reaktivität unter Pressbedingungen?
  • Produktionsüberwachung der Leimflotten.
  • Wareneingangskontrolle der Leime und Härter.

Gieß-, Laminierharze oder Prepregs und Reationsklebersysteme

  • Topfzeit, Lagerstabilität und Aushärtungsverhalten bei Temperaturen bis
    200 °C für jedes bekannte Harzsystem.

2K-Lacke (Lösungsmittel oder wässrig), Einbrennlacke

  • Simulation der forcierten Trocknung von Reaktionslacken.
  • Überprüfung der Lacke und Härter bei der Wareneingangskontrolle


Sollten Sie Interesse an den oben beschriebenen Anwendungen des Folienanalysegeräts haben, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf und profitieren Sie von unserer großen Erfahrung mit dem Gerät.

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